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Sonntag, 31. Oktober 2010

Kästner und die Steine – oder sind sie doch von Goethe oder von wem?

Wir lieben Zitate. Wir sammeln sie, erfreuen uns daran, finden Trost. Und manchmal benutzen wir Zitate, weil sie so praktisch sind. Für alle Lebenslagen sozusagen. Ungewohnt ist allerdings noch, dass Politiker ihre Reden oder Statements mit Zitaten würzen. Wenn sie das aber tun, sollten sie oder besser ihre Redenschreiber genau recherchieren, ob das Zitat richtig ist und ob es dem richtigen Urheber zugeordnet ist (und wenn ja, ob er überhaupt zitiert werden darf).

Ursula von der Leyen gebrauchte im Zusammenhang mit der Reform von Hartz IV und deren Kritikern das Zitat von Goethe, wie sie sagte: „Aus Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen.“ Ob es in dem Zusammenhang das richtige Zitat ist, sei dahingestellt. Fragt sich nur: Ist es wirklich von Goethe?

*** Dieser Post ist umgezogen. Lesen Sie bitte hier weiter: http://juttas-zitateblog.blogspot.de/2012/06/goethe-und-die-steine-die-einem-in-den.html ***

Dienstag, 31. August 2010

Übrigens …


Ich liebe solche Aussagen von Verlagen, die Anthologien herausgeben:
Es fallen keinerlei Druck- oder Veröffentlichungskosten an; allerdings verpflichtet sich der Autor, pro gedruckter Buchseite xxx Exemplare zum regulären Ladenverkaufspreis von xxx Euro abzunehmen. Weitere Exemplare erhält er mit einem Rabatt von 30 %.
– Die Prüfung des Manuskripts durch das Lektorat ist kostenfrei, immerhin. –

Was soll das denn anderes sein als ein Druckkostenzuschuss? Das lässt sich doch einfach nachrechnen (das Schlimme ist nur, dass das die Autorinnen und Autoren eben nicht tun): 50 Autoren beteiligen sich mit jeweils 4 Druckseiten (Mindestumfang des Manuskripts). Das Buch kostet 20 Euro. Der Verlag nimmt also 8.000 Euro ein (50 Autoren x 4 Seiten x je 2 Exemplare à 20 Euro) ein. Statt Belegexemplaren – oder – man mag ja gar nicht mehr hoffen – Honorar finanzieren die Autoren und Autorinnen den Druck und mehr als das. Na hallo, das lohnt sich aber.

Und noch eine lukrative Verdienstmöglichkeit: Es gibt Verlage, die für die Texterfassung von Anthologiebeiträgen, die nicht elektronisch eingesandt werden, sagen wir mal 15 Euro pro Buchseite verlangen. Diese kommen zu den 40 Euro, die der Autor eh schon pro Buchseite bezahlt, hinzu. Und nun könnte ich ausrechnen, wie lange Scannen und Korrekturlesen einer Seite dauert und wie viele Seiten man in einer Stunde schafft, aber das erspare ich mir.

Preise von 80 DM (einschließlich Satz!) waren schon vor zwanzig Jahren üblich (was auch damals viel zu viel Geld war), aber heute ist der Druck von Büchern dank Digitaldruck viel billiger.

Also, liebe Autorinnen und Autoren: Hände weg von Verlagen, die, statt Sie für Ihre Arbeit zu bezahlen, Geld von Ihnen verlangen. Zwar gibt es kaum noch Verlage, die für Anthologiebeiträge Honorar zahlen, und auch Belegexemplare werden immer weniger versandt, aber zumindest ziehen Ihnen diese Verlage kein Geld aus der Tasche.

Montag, 6. April 2009

Umfrage: Jeder vierte Befragte aus dem öffentlichen Dienst bezeichnet Rechtschreibung als "unwichtig"

Pressemeldung

Ergebnisse der Dudenumfrage: "Wie wichtig ist eine korrekte Rechtschreibung in Behörden und öffentlichen Einrichtungen?"

Mannheim, 06.04.2009

Erstaunliche Ergebnisse brachte die von Dezember 2008 bis Januar 2009 durchgeführte Umfrage des Dudenverlags: Sie richtete sich an Mitarbeiter aus dem öffentlichen Bereich und widmete sich dem Thema: "Wie wichtig ist eine korrekte Rechtschreibung in Behörden und öffentlichen Einrichtungen?". Nur rund zwei Drittel der insgesamt 581 Teilnehmer waren der Ansicht, dass eine fehlerfreie Orthografie in Gesetzestexten "wichtig" oder "sehr wichtig" sei (71,9 %). Ähnlich bewertet wurde die Frage nach einer einwandfreien Rechtschreibung in selbst verfassten Texten (64,5 %), in Dokumenten, die der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden (66,4 %) und in Texten, in denen öffentliche Stellen mit Bürgern kommunizieren (63,9 %, s. Abb. 1). weiterlesen

Quelle: Pressemeldung des Dudenverlages an schreiblabor@gmail.com

Dienstag, 10. Februar 2009

Übrigens …

… wenn ein Lektor damit wirbt, dass das Buch seiner Kundin oder seines Kunden unter dem Titel "Haikus" erschienen ist, brauchen Sie ihn nicht zu engagieren. Der Plural von Haiku, dem japanischen Kurzgedicht, lautet nämlich – Haiku.