Montag, 29. Juni 2009
Rauschblüten: Über über den Einfluss von Drogen auf Werk und Leben von Schriftstellern
"Interview mit dem Literaturwissenschaftler Stephan Resch über den Einfluss von Drogen auf Werk und Leben von Schriftstellern
Stephan Resch ist Dozent für deutsche Sprache an der Universität von Auckland, Neuseeland. Jüngst hat er in dem Band 'Rauschblüten' eine Sammlung von Textausschnitten vorgelegt, in denen Drogen oder der Rausch eine zentrale Rolle spielen. Neben eher bekannten Werken wie Bernward Vespers 'Die Reise' und Jörg Fausers 'Rohstoff' haben auch unbekanntere Texte und literarische Schmuckstücke Eingang gefunden. Im Interview erzählt Resch von den Problemen der Künstler, mit dem Rausch richtig umzugehen, literarischen Drogenutopien und der neuen deutschen Literatur." weiterlesen
Quelle: http://www.heise.de/tp/
Samstag, 13. Juni 2009
"Ich komme bei der Enkelgeneration normalerweise gut an” Interview mit Wolf Schneider
Interview: Jochen Brenner
Herr Schneider, Ihre neue Videokolumne nennen Sie in Anspielung auf Ihren Kampf gegen Angliszismen ironisch „Speak Schneider”. Viele Kritiker haben diese Ironie nicht erkennen wollen und dem „Sprachpapst” den englischen Titel vorgehalten. Haben Sie Ihre Zuschauer überschätzt?
Wolf Schneider: Das muss ich in Kauf nehmen. Ich sah in dem Titel zunächst kein großes Problem.Mein Buch über Anglizismen heißt „Speak German!”, das fand ich kess und deshalb auch für den Videoblog geeignet. weiterlesen
Quelle: http://www.mediummagazin.de/
Samstag, 30. Mai 2009
Urs Engeler über die literarische Produktivität in Zeiten der Wirtschaftskrise
Quelle: http://www.boersenblatt.net/
Dienstag, 14. April 2009
Interview mit Marcel Reich-Ranicki in der "Welt"
Ohne Eitelkeit gibt es kein Schreiben. Egal ob Autor oder Kritiker – Eitelkeit muss dabei sein. Sonst entsteht nichts. Thomas Mann war wahnsinnig eitel, Richard Wagner auch und Goethe und natürlich Schiller. (Marcel Reich-Ranicki)Das ganze Interview, in dem Mathias Döpfner mit Marcel Reich-Ranicki darüber spricht, wie es ist, einen Film über sich selbst zu sehen, über die Bücher seines Lebens und vieles andere mehr, und in dem Reich-Ranicki erzählt, dass er nicht googelt, sondern googeln lässt und Angst hat vor dem fundamentalistischen Islam, können Sie hier lesen.
Nein, der Computer hat den Stil ganz entschieden verbessert. Und das kann ich Ihnen genau erklären. Man schreibt einen Satz, stellt fest, dass eine Kleinigkeit noch besser sein könnte, und sofort kann man es verbessern. Also tut man es. Früher, mit der Schreibmaschine, tat man es nicht. (Marcel Reich-Ranicki)
Quelle: http://www.welt.de/
Montag, 9. Februar 2009
Interview mit Philip Roth: "Wenn ich schreibe, lebe ich"
Von Lars Reichardt
"Philip Roth gibt nicht gern Interviews. Auf den nächsten Seiten macht er eine Ausnahme: Der wichtigste amerikanische Autor der Gegenwart* erklärt die Prinzipien seiner Arbeit - und warum er nicht mit dem Schreiben aufhören kann." weiterlesen
Wichtiges aus dem Interview
Sie schreiben ungeheuer viel, einen Roman pro Jahr. Eine Seite am Tag, das ist mein Ziel, gelegentlich erreiche ich das auch, an guten Tagen schaffe ich zehn. Natürlich ist das dann nur ein Entwurf, den ich am Ende nochmals überarbeite, bis zu vier-, fünfmal. Gerade sitze ich an einem vierten Durchgang und weiß schon, dass noch einer fällig wird. Ab dem dritten Durchgang macht das Schreiben langsam Spaß.
Und davor? Ist es harte Arbeit. Aber mit jedem Durchgang werden die Dinge klarer, die Intensität nimmt zu, die Seiten werden lebendiger.
Wann erstellen Sie eine genauere Struktur der Handlung oder Figuren? Gar nicht.
Wie bitte? Erschreckt Sie diese Vorstellung?
Tolstoi hat sämtliche Handlungsstränge für Krieg und Frieden auf einem einzigen Schmierzettel untergebracht. Aber Sie verzichten gänzlich auf jegliche Gliederung, nicht einmal eine Skizze, ein Diagramm, ein Schmierzettel? Jeder arbeitet anders. Als ich mit dem Schreiben begann, machte ich noch solche Skizzen, schrieb eine Art Handlung auf. Ich hatte noch nicht gelernt, meiner Intuition zu vertrauen und mich auf spontane Einfälle während der Arbeit zu verlassen.
*Bei aller Wertschätzung für Philip Roth, aber wer wertet die Wichtigkeit von (US!)-amerikanischen Autoren? Danach, ob sie nobelpreisverdächtig sind? Wie sieht es mit John Irving aus, mit Jonathan Franzen? Andere wichtige Autoren wie John Updike und Michael Chrichton sind ja leider inzwischen verstorben. Bezieht sich die Wichtigkeit nur auf lebende Autoren? Und wie sieht es mit US-amerikanischen Autorinnen aus? Solche Verallgemeinerungen finde ich leicht unseriös. jmw
Quelle: http://sz-magazin.sueddeutsche.de/
