Mittwoch, 27. Juni 2012
Platz 1 der ultimativen Bürokratensätze
"Im Sinne der Anhänge dieser Verordnung bedeuten Ausdrücke wie „erforderlichenfalls“, „geeignet“, „angemessen“ und „ausreichend“ im Hinblick auf die Ziele dieser Verordnung erforderlich, geeignet, angemessen und ausreichend.
(VERORDNUNG (EG) Nr. 852/2004 DES EUROPÄISCHEN PARLAMENTS UND DES RATES vom 29. April 2004 über Lebensmittelhygiene (ABl. Nr. L 139/1), ber. durch ABl. Nr. L 226/3 vom 25.6.2004 http://tinyurl.com/8xthrmn)
Lesenswert die Glosse dazu mit dem Titel "Was ist ein Ei" auf http://www.achgut.de/dadgd/view_article.php?aid=1386&ref=2341
Donnerstag, 3. Februar 2011
Sonntag, 21. November 2010
Montag, 23. August 2010
Samstag, 7. August 2010
Samstag, 19. September 2009
Freitag, 18. September 2009
Amtsdeutsch ade
sprachliche Optimierung
Hortverlagerungsübergangsvereinbarungskind
Donnerstag, 3. September 2009
Nix verstehn in Berlin! Test belegt: Internet-Seiten der Ministerien sind häufig unverständlich
Florian Klebs, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Universität Hohenheim
03.09.2009 12:02
Mit Sprachsoftware und Wirklichkeitstest: Kommunikationswissenschaftler der Universität Hohenheim vergeben miese Deutsch-Noten an Deutschlands Ministerien. Dabei wären verständliche Texte so einfach.
Der Mangel lässt sich in Prozent ausdrücken: Um 16 - 30% und stellenweise sogar über 50% ließe sich die Verständlichkeit der Ministerien steigern, wenn die Verfasser ein paar einfache Regeln beachten würden. Für ihre Untersuchung hatten die Kommunikationswissenschaftler der Universität Hohenheim über 200 Personen die Originaltexte und optimierte Versionen aus vier Bundesministerien vorgelegt. Mit das erstaunlichste Ergebnis: Die Originale werden von Testpersonen aus allen Bildungsschichten ähnlich unverständlich beurteilt. Auch Parteisympathien spielten beim Textverständnis keine Rolle. Kurzfassung der Studie sowie alle getesteten und optimierten Texte unter www.uni-hohenheim.de/presse
Wie schlecht die Texte sind, die Deutschlands Ministerien ins Internet stellen, hat die Kommunikationswissenschaftler selbst überrascht: "Möglichst wenig Fremdwörter, kurze Sätze, einfache Satzstruktur und ein logisch aufgebauter Text mit Zwischenüberschriften - das sollte bei komplexen Inhalten und gerade im Internet Standard sein", so Kommunikationswissenschaftler Jan Kercher. Doch in Berliner Ministerien scheint sich das noch nicht herumgesprochen zu haben - unabhängig davon, welche Partei das jeweilige Haus gerade führt.
Ein Beispiel gefällig? "Das Bundeskabinett hat heute den Entwurf einer Formulierungshilfe für einen Änderungsantrag zur Ausweitung der Schutzklausel bei der Rentenanpassung beschlossen." Das ist der Einstiegssatz des Info-Textes Schutz vor Rentenkürzungen des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. "Alle Klarheiten beseitigt?" fragt Dr. Anikar Haseloff, Experte für Usability- und Verständlichkeitsforschung am Lehrstuhl von Prof. Dr. Frank Brettschneider. "Wer diesen Satz liest, hat schon längst weggeklickt. Denn der Satz besteht fast nur aus Substantiven." weiterlesen
Samstag, 18. April 2009
Sonntag, 29. März 2009
Beitragsersuche und selbsterfüllende Wikipediaeinträge
Anders als viele meiner Kollegen bin ich der Meinung, dass die deutschsprachige Wikipedia grundsätzlich eine zuverlässige Quelle darstellt. Fehler werden schnell korrigiert und wenn mal ein Artikel überlebt, der inhaltlich nichts taugt, erkennt man den normalerweise auf den ersten Blick an formalen Mängeln.
Aber in diesem Fall hat jemand die Wikipedia manipuliert: das Wort Beitragsersuch gibt (bzw. gab) es nicht. Jemand hat es an dem Tag erfunden, als es zum ersten Mal in der Wikipedia erschien.
Der Reihe nach. Ein erster Hinweis darauf, dass es sich hier um ein Fantasiewort handelt, liegt in dem Kopf des zusammengesetzen Substantivs. Ersuch ist bestenfalls marginal ein Wort der deutschen Sprache. Mir war es völlig unbekannt, ich wüsste noch nicht einmal, welches Genus es hat: der Ersuch oder das Ersuch? Weder der Duden noch das Bertelsmann-Wörteruch kennen es, das Grimm’sche Wörterbuch nennt einen einzigen Beleg und der ist von 1719 (aus Johann Christoph Ettners Des getreuen Eckarths medicinischer Maul-Affe). Die Grimms geben an, das Wort sei ein Maskulinum (der Ersuch). In Rechts- und Behördentexten finden sich vereinzelte Belege, aber auch dort scheint das Wort veraltet zu sein.
Ein zweiter Hinweis ergibt sich aus der Tatsache, dass es außer besagtem Wikipediaeintrag und seinen tausend Kopien so gut wie keine Google-Treffer für den Beitragsersuch gibt. Sehen wir uns den Eintrag also näher an." weiterlesen
Freitag, 13. Februar 2009
Dienstag, 27. Januar 2009
Montag, 12. Januar 2009
Sonntag, 11. Januar 2009
Freitag, 9. Januar 2009
Dienstag, 16. Dezember 2008
Bürokratendeutschbeispielzusendungsaufforderungshinweis
"Was ist Ihr Lieblingsbeispiel? Mailen Sie Jan Malte Aussagekräftiges zum Thema "Warum einfach, wenn's kompliziert geht?" - gerne mit Quellenangabe!" (Ich hoffe, dass er noch immer sucht, auf der Seite steht kein Datum).
Und wenn Sie schon beim Mailen sind, dann schicken Sie es auch mir an schreiblabor@gmail.com. Ich werde Ihre Vorschläge gern in meiner Sammlung zum Bürokratendeutsch einstellen. Ich freue ich darauf!
Samstag, 13. Dezember 2008
Freitag, 12. Dezember 2008
Im Weihnachtsstress? Nehmen Sie eine Auszeit mit Deutsch-Test
hier den Amtsdeutsch-Quiz der Süddeutschen Zeitung: "Sprechen Sie Beamtisch?" (wer sich solche Wortungetüme wie in dem Test zu lesen ausdenkt – ich weiß es nicht, aber immerhin konnte ich 7 Ungetüme von 10 "übersetzen")
und hier noch einen Test in Sachen "Gutes Deutsch" (der ist aber perfide, weil manchmal beide Antworten richtig sind)
