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Samstag, 16. Februar 2013

Zitat des Tages

Ein Kerl, der kritisiert,
Ist wie ein Tier auf dürrer Heide,
Von einem bösen Geist im Kreis herumgeführt,
Und ringsumher liegt schöne grüne Weide.

Ludwig Börne

(In Vermischte Aufsätze, 1823/2006, S. 15)

Freitag, 17. September 2010

Zitat des Tages

Ohne Eitelkeit gibt es kein Schreiben. Egal, ob Autor oder Kritiker - Eitelkeit muss dabei sein. Sonst entsteht nichts.

Marcel Reich-Ranicki

Freitag, 16. Oktober 2009

Gedicht der Woche

An die Kunstrichter

Ein Lob, das alle Fehler uns verschweigt,
Ist wie der fette Frühlingsregen,
Der allzustark die Felder säugt;
Er tötet sie durch Segen.
Die Tadel, die, an Galle reich,
nur zu beschämen suchten,
sind schloßenvollen Wettern gleich;
Sie stürmen Saaten ein, anstatt sie zu befruchten.
Ein Lob, zu rein für Schmeichelei,
Erweckt uns, wie die Flur der Mai;
Und Wahrheit ohn' Erbittern;
Ruft unsre Kraft empor, gleich fruchtenden Gewittern.

Karl Friedrich Kretschmann

Samstag, 14. März 2009

Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik: Schmierstoff im Literaturbetrieb

"Der Journalist Gregor Dotzauer hat heute den Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik erhalten. Die Auszeichnung wird jährlich vom Börsenblatt vergeben und zeichnet Personen aus, die in einer besonderen Weise literaturkritisch wirken.

Kerr-Preisträger Gregor Dotzauer warnte in seiner Rede vor einem Niedergang der Kritik. Die „Mühlen der Zeitungsroutine“ behinderten mehr und mehr das „Reflexionsvermögen ohne Ansehen von persönlichem Talent und Temperament“. Der Platz für Literaturkritik in Zeitungen werde zunehmend eingeschränkt, so auch beim „Tagesspiegel“, für den Dotzauer schreibt.

Auf dem Vormarsch seien „literaturbetriebliche Schmierstofflieferanten“, die sich zu „keinem analytischen Blick ins Innere der Werke“ verführen ließen. Hinzu kämen „Heere von Amateurexperten“. Dotzauer zeigte sich überzeugt, „dass wir uns an einem journalistischen Wendepunkt befinden“ Seine wenig ermutigende Analyse schloss Dotzauer jedoch mit einem grimmig kämpferischen Versprechen: „Ja, ich will widerstehen.“ weiterlesen

Die Rede von Gregor Dotzauer anlässlich der Preisverleihung finden Sie hier

Quelle: http://www.boersenblatt.net/

Mittwoch, 3. Dezember 2008

Zitat des Tages

Man kann einen narzisstischen Menschen daran erkennen, dass er äusserst empfindlich auf jede Kritik reagiert.

Erich Fromm

Donnerstag, 20. November 2008

„Ich mag keine billige Bücherreklame!“ Interview mit Marcel Reich-Ranicki

" Streitbar, meinungsfreudig, engagiert: Mit seiner harschen Kritik am Trivialfernsehen sorgte Marcel Reich-Ranicki für Aufsehen. Im Windschatten des Eklats musste Elke Heidenreich das ZDF verlassen, nun blickt der Bücherpapst in die Zukunft.

Sie haben einmal gesagt: „Man soll die Kritiker nicht für Mörder halten, sie stellen nur den Totenschein aus.“
Das ist wahr, ja, ja, ja." Artikel lesen


Montag, 3. November 2008

Gedicht der Woche

Rezensent

Da hatt' ich einen Kerl zu Gast,
Er war mir eben nicht zur Last;
Ich hatt' just mein gewöhnliches Essen.
Hat sich der Kerl pumpsatt gefressen,
Zum Nachtisch, was ich gespeichert hatt'.
Und kaum ist mir der Kerl so satt,
Tut ihn der Teufel zum Nachbar führen,
Über mein Essen zu räsonieren:
»Die Supp' hätt' können gewürzter sein,
Der Braten brauner, firner der Wein.«
Der Tausendsakerment!
Schlagt ihn tot, den Hund! Es ist ein Rezensent.

Johann Wolfgang von Goethe

Mittwoch, 22. Oktober 2008

Zitate über Kritik

Manche Menschen lesen überhaupt keine Bücher, sondern kritisieren sie. (Kurt Tucholsky)

Jeder ist überzeugt, er könne Bücher kritisieren, nur weil er lesen und schreiben gelernt hat. (William Somerset Maugham)

Es gibt kein Werk, es mag noch so vollendet sein, das sich in den Händen der Kritik nicht völlig auflöste, wenn der Autor auf alle Beurteiler hören wollte, von denen jeder die Stelle streicht, die ihm am wenigsten gefällt. (Jean de la Bruyére)

Ein schlechter Schriftsteller wird manchmal ein guter Kritiker, genauso wie man aus einem schlechten Wein einen guten Essig machen kann. (Henry de Montherlant)

Es ist leicht, ein Werk zu kritisieren. Aber es ist schwer, es zu würdigen. (Vauvenargues)